Die TOUCH® DSG-Prothese der Firma Kerimedical stellt eine innovative Lösung für die Versorgung einer Arthrose des Daumensattelgelenks dar. Im Gegensatz zu klassischen Resektionsarthroplastiken, bei denen das Os trapezium vollständig entfernt wird, bleibt dieser Knochen bei der Implantation der TOUCH®-Prothese erhalten. Kernstück des Implantats ist ein hochvernetzter Polyethylen-Inlay, der durch seine außergewöhnliche Verschleißfestigkeit überzeugt.
Definition und Aufbau
Es handelt sich um ein künstliches Gelenksystem, das das erkrankte Daumensattelgelenk funktionell ersetzt, wenn dieses durch Arthrose degenerativ verändert ist.
Die Konstruktion umfasst ein metallisches Basiselement, das fest am ersten Mittelhandknochen (Metacarpale I) verankert wird, sowie einen hochvernetzten Polyethylen-Einsatz, der im Os trapezium verbleibt.
Das Implantat ermöglicht eine sogenannte Duo-Mobilität, wodurch ein dem natürlichen Bewegungsablauf des Daumens sehr nahekommendes Bewegungsspektrum erreicht wird.
Wesentliche Vorteile
Erhalt anatomischer Strukturen: Das Os trapezium bleibt intakt, was zu einer physiologischeren Kraftübertragung beiträgt.
Langfristige Abriebfestigkeit: Interne Prüfreihen belegen, dass der hochvernetzte Polyethylen-Inlay selbst nach einer simulierten Nutzungsdauer von zehn Jahren nahezu keinen Verschleiß aufweist.
Früher Beginn der Rehabilitation: In der Regel kann bereits kurz nach der Operation mit gezielten Bewegungsübungen begonnen werden.
Funktionelle Verbesserung und Schmerzreduktion: Laut Herstellerangaben führen Implantationen häufig zu einer deutlichen Schmerzabnahme sowie zu einer messbaren Steigerung der Greifkraft und Beweglichkeit.
Wichtige Hinweise für Patientinnen und Patienten
Die Indikationsstellung sollte individuell durch eine erfahrene Handchirurgin oder einen Handchirurgen erfolgen, wobei Chancen und Risiken im persönlichen Gespräch abgewogen werden.
Der stationäre Aufenthalt beläuft sich in der Regel auf ein bis zwei Tage.
Eine konsequent durchgeführte postoperative Rehabilitation ist essenziell, um die bestmögliche Wiederherstellung der Handfunktion zu gewährleisten.